Eine kleine Entstehungsgeschichte über Snickarglädje
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Snickarglädje erinnert an Tortenpapier oder Spitze und schmückt viele Veranden, Fenster und Dachgauben von Häusern aus der Jahrhundertwende. Hier erfährst du mehr über ihre Geschichte, die Technik und wie du „Die Freude am Tischlern“ heute selbst zum Gestalten verwenden kannst.
Snickarglädje, auch bekannt als Tischlerfreude , kam mit dem Durchbruch des Industrialismus und dem Schweizer Stil nach Schweden
Der Schweizer Stil verbreitete sich Mitte des 19. Jahrhunderts aus der Schweiz und Österreich. Die Freude an der Tischlerei fiel zudem mit der Jugendstil-Ära um die Jahrhundertwende zusammen, und damals gab es viele Pflanzenornamente, deren Formen sich hervorragend zum Sägen in Holz eigneten.
Die kunstvollen Holzelemente belebten die Häuser. Obwohl ihre Herstellung aufgrund der komplizierten Biegungen zeitaufwändig war, schmückten nicht nur Wohlhabende ihre Kaufmannsvillen damit. Der Agrararchitekt Charles Emil Löfvenskiöld trug maßgeblich dazu bei, die Freude an der Tischlerei in Schweden weiter zu verbreiten.
Charles Emil Löfvenskiöld war ein Humanist, der sich für die öffentliche Aufklärung und den Idealismus einsetzte. In diesem Sinne veröffentlichte er Plakate und Broschüren mit Vorlagen für Ornamente und andere Verzierungen, um die Freude am Tischlern zu wecken, die sich jeder gegen eine geringe Gebühr aneignen konnte. So gewann das Tischlern auch auf dem Land an Bedeutung.
Die Muster kamen aus verschiedenen Richtungen und hatten unterschiedliche Formen. So war beispielsweise das Tulpenmuster bei Geländern weit verbreitet. Die Tulpe konnte sowohl nach oben als auch nach unten zeigen. Auch Europa diente als Inspirationsquelle. Die Araber schufen fantastische Kunstwerke aus Fliesen und Klinker, und Reisende, die im Ausland gewesen waren, ließen sich von den prächtigen Palästen und dem Wissen der Mauren inspirieren. Deshalb sieht man in Schreinerarbeiten oft Sterne, Achtecke und Sechsecke. Vor allem aber viele Pflanzen, Blumen und Knospen, die ineinander wachsen.
Freude am Tischlern –
Wer sein Haus heute mit Freude am Tischlern verschönern möchte, hat drei Möglichkeiten;
- durch einen Zimmermann,
- fertige Dekorationen kaufen oder
- um es selbst zu tun.
Lass einen Schreiner mit Freude sägen.
Heute gibt es nur noch wenige Schreiner , die sich darauf spezialisiert haben, Häuser mit Freude am Handwerk zu bauen und daher auch Dekorationen für das Haus anfertigen können.
Früher verwendete man Handsägen und Hobel, um die gewünschte Form zu erzielen. Mit der Bandsäge, die Anfang des 20. Jahrhunderts aufkam, konnte man deutlich mehr Holz abtragen und so andere Formen gestalten. Im 19. Jahrhundert arbeitete man noch von Hand mit Profilhobeln. Damals waren die Profile aber nicht so groß, vielleicht eine Ecke oder eine Kante mit einem kleinen Profil.
Heute kommen je nach gewünschter Dekoration unterschiedliche Maschinen zum Einsatz . Beispielsweise kann es nötig sein, Teile für eine bestimmte Form auszufräsen; hierfür wird eine Oberfräse verwendet. In einem anderen Fall ist möglicherweise ein Profilhobel erforderlich. Manche Teile werden mit herkömmlichen Handwerkzeugen gefertigt; die Freude am Tischlern liegt im Handwerk.
Für die Herstellung neuer Dekorationen verwenden wir üblicherweise hochwertiges, dichtes Kiefern-, Fichten- oder Lärchenholz, da diese Hölzer auch früher verwendet wurden. Wenn wir eine Dekoration erhalten, die ein Kunde restaurieren oder ersetzen möchte, können wir die Farbe abkratzen und die Holzart bestimmen. Oft handelt es sich um Kiefer oder Fichte, manchmal aber auch um Lärche.
Fertige Dekorationselemente kaufen:
Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf von fertigen Dekorationselementen. Verschiedene Hersteller bieten online unbehandelte Dekorationselemente an, du selbst streichen und an deinem Haus anbringen kannst. Für drei bis vierhundert Kronen erhalten Sie unbehandelte Geländerprofile und Halterungen. Diese sind jedoch nicht individuell für Ihr Haus und weisen oft eine unfertige Oberflächenbehandlung auf, da sie meterweise gefertigt werden. Achte daher bei der Auswahl darauf, dass du ein schönes Exemplar mit sauber verarbeiteten Enden erhälst.
Größere Dekorationen, beispielsweise für Ortgangsparren oder Dachfirste, sind online schwerer fertig zu finden; sie müssen in der Regel handgefertigt werden – entweder man macht es selbst oder man holt sich Hilfe von einem Schreiner. In diesem Falle von mir :)
Das ist mein Haus, mit Leinölfarbe gestrichen und mit Detailreicher Snickarglädje geschmückt.
-Ortgangzierde in Form einer Zahnleiste
-Fensterrahmen in Form eines Kronengebindes
-Kleinere Eckdetails
-Blumenkästen
Wie du an diesem Beispiel sehen kannst, ist es mit der Auswahl einer ganz individuellen Farbwahl und dezenter Snickarglädje, möglich, etwas einzigartiges zu erschaffen.
Da aber jedes Haus seinen eigenen Charakter hat, ist es nicht immer möglich, zumindest Optisch, jeglichen Wunsch einer Verzierung zu verwirklichen. Es sollte daher immer auf dein eigenes Haus zugeschnitten sein. Was es im Endeffekt Einzigartig macht.
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